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Glasschaden dokumentieren

Wer einen Glasschaden gut festhält, erleichtert jedes spätere Gespräch mit Versicherung, Vermieter oder Hausverwaltung. Dafür genügen ein Telefon und etwas Ruhe. Sie erfahren, welche Aufnahmen sinnvoll sind, welche Angaben auf einen Zettel gehören und warum die Dokumentation vor dem Aufräumen und vor dem Abdecken stattfindet.

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Frau telefoniert am Fenster mit gesprungener Scheibe

Warum Fotos vor dem Aufräumen entstehen

  • Sobald die Scherben weggeräumt sind, lässt sich der Hergang kaum noch nachvollziehen. Verteilung der Splitter, Richtung der Bruchlinien und Lage der Glasreste erzählen, wie es zum Schaden kam. Greifen Sie deshalb zuerst zum Telefon, sofern der Raum gefahrlos betretbar ist, und räumen Sie erst danach auf.

  • Die Sicherheit geht vor jedem Foto. Wenn Splitter auf dem Boden verteilt liegen, fotografieren Sie vom Rand des Raums aus und mit Zoom statt mit Schritten mitten durch die Scherben. Ziehen Sie feste Schuhe an, und schicken Sie Kinder und Haustiere aus dem Raum. Ein Bild ist es nicht wert, sich in den Fuß zu schneiden.

  • Liegt ein Einbruch vor, ändert sich die Reihenfolge. In dem Fall rufen Sie als Erstes die Polizei und fassen weder Spuren noch Glasreste an, bis diese gesichert wurden. Erst danach fotografieren Sie, was die Beamten freigeben, und Sie halten auch fest, was Sie selbst verändert haben, etwa eine geöffnete Tür oder verschobene Möbel. Mehr zur Lage nach einer eingeschlagenen Scheibe finden Sie unter Fenster eingeschlagen nach Einbruch.

Welche Aufnahmen aussagekräftig sind

Beginnen Sie mit einer Übersicht, die das ganze Fenster samt Rahmen und einem Stück Wand zeigt.

So ist erkennbar, um welches Fenster in welchem Raum es geht. Gehen Sie dann in Etappen näher heran: erst die gesamte Scheibe, dann die Bruchstelle, schließlich einzelne Risse oder Absplitterungen am Rand.

Machen Sie von jeder Perspektive zwei Bilder, eines mit Blitz und eines ohne. Spiegelungen auf Glas verdecken sonst die Bruchlinien. Ein Lineal oder ein Zollstock neben dem Riss zeigt die Größenverhältnisse. Wenn der Aufdruck im Scheibenzwischenraum lesbar ist, fotografieren Sie ihn ebenfalls, denn er hilft später bei der Bestellung.

Lieber jemanden draufschauen lassen? Anrufen.01579 2842374

Notizen, die Fotos ergänzen

  • Halten Sie schriftlich fest, zu welchem Zeitpunkt Ihnen der Schaden auffiel und was Sie davor gehört oder gesehen hatten. Ein einfacher Zettel mit Datum, Uhrzeit, betroffenem Raum und einer kurzen Schilderung reicht aus. Notieren Sie nur, was Sie wirklich wissen, und lassen Sie Vermutungen über Ursache oder Schuld weg.

  • Ergänzen Sie Maße, wenn Sie diese ohne Risiko nehmen können. Die Breite und Höhe der sichtbaren Glasfläche genügen, während Rahmentiefe und Glasdicke die Fachkraft prüft. Auch die Zahl der Scheiben, ob Einfachglas oder Doppelscheibe, ist hilfreich, ebenso ein Hinweis auf Sprossen, Sichtschutzfolien oder Rollläden vor dem Fenster.

  • Halten Sie fest, wen Sie wann informiert haben: Versicherung, Vermieter, Hausverwaltung, Polizei. Mit Namen der Gesprächspartner und einer Vorgangsnummer, falls Ihnen eine genannt wurde, behalten Sie den Überblick. Legen Sie Fotos und Notizen in einen eigenen Ordner auf dem Telefon, den Sie bei Bedarf rasch weitergeben können.

Nach der Dokumentation: melden und sichern

  • Sind Fotos und Notizen fertig, informieren Sie die Versicherung und, bei Mietwohnungen, Vermieter oder Hausverwaltung. Diese Stellen sagen Ihnen, welche Unterlagen sie sehen möchten und ob vor dem Austausch weitere Schritte nötig sind. Aussagen darüber, was am Ende bezahlt wird, gehören nicht in Ihre Notizen und lassen sich vorab ohnehin nicht sicher treffen.

  • Erst jetzt decken Sie die Öffnung ab, damit Regen und Zugluft draußen bleiben. Wie das von innen und ohne Leiter gelingt, beschreibt der Beitrag Fenster provisorisch abdichten. Heben Sie größere Glasstücke nicht auf, es sei denn, die Versicherung verlangt es ausdrücklich, und lagern Sie diese dann sicher verpackt.

  • Bewahren Sie Fotos, Notizen und später auch Rechnung und Auftragsbestätigung der Glaserei an einem Ort auf. Vermitteln lassen sich Betriebe aus der Region über einen Anruf, alle Absprachen zu Glas, Termin und Rechnung laufen dann direkt mit der Glaserei. Ist die Mappe vollständig, muss später niemand lange nach einem Foto oder einer Notiz suchen. Vermuten Sie zusätzlich Splitter im Bodenbelag, hilft der Ratgeber zu feinen Glassplitter in Teppich und Fugen.

Diese Punkte gehören in die Mappe

Nachgefragt

Reicht ein einziges Foto vom zerbrochenen Fenster?

Ein Bild genügt selten, weil es Hergang, Ausmaß und Folgeschäden nicht zugleich zeigt. Besser sind mehrere Aufnahmen: eine Übersicht, die Bruchstelle in der Nahaufnahme und ein Foto der Splitter im Raum. So bleibt auch später nachvollziehbar, was genau beschädigt war.

Sollte ich zusätzlich ein Video drehen?

Ein kurzer Schwenk über das Fenster und den Raum kann Fotos sinnvoll ergänzen, ersetzt sie aber nicht. Sprechen Sie dabei ruhig mit, was zu sehen ist, und vermeiden Sie Vermutungen zur Ursache. Standbilder lassen sich dem Gegenüber leichter schicken und besser vergleichen, und bei Videos ist die Datei oft zu groß für eine einfache Nachricht.

Wie lange bewahre ich die Aufnahmen auf?

Behalten Sie die Dateien mindestens, bis der Schaden vollständig abgewickelt ist und die neue Scheibe sitzt. Sicherheitshalber landen die Aufnahmen zusätzlich in einer Cloud oder auf einem USB-Stick. Löschen Sie nichts, solange eine Rückfrage zum Vorgang denkbar ist, auch keine misslungenen Bilder, denn manchmal zeigt gerade das unscharfe Foto eine Stelle, die später fehlt.

Ein Anruf, eine Glaserei aus der Region.

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