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Schaufenster nach einem Einbruch

Ein eingeschlagenes Schaufenster lässt den Laden offen, und die Lage wirkt unübersichtlich. Mit einer klaren Reihenfolge behalten Sie den Überblick: erst die Polizei, dann Spuren und Fotos, anschließend Ware und Öffnung. Der Beitrag zeigt, was Sie selbst tun und was der vermittelten Glaserei zufällt.

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Glaser misst eine Schaufensterscheibe aus

Die Polizei kommt vor dem Besen

Zuerst wird die Polizei verständigt. Bis sie den Tatort aufgenommen hat, bleiben Glas, Werkzeug und alles auf dem Boden möglichst, wie es ist. Das gilt auch für Fußabdrücke, Handschuhe oder zurückgelassene Gegenstände. Wer vorzeitig aufräumt, vernichtet unter Umständen genau die Hinweise, die später gebraucht werden.

Fotos und Notizen für später

  1. Sobald die Polizei freigibt oder ausdrücklich zustimmt, wird fotografiert: das gesamte Schaufenster von außen und innen, der Rahmen, die Reste im Falz, der Boden mit den Scherben und die beschädigte Auslage. Machen Sie mehrere Aufnahmen aus einigen Metern Abstand und einige ganz nah. Eine Zeitleiste am Handy hilft, die Reihenfolge nachzuvollziehen.

  2. Schreiben Sie dazu die Maße der Öffnung grob auf, soweit Sie sie ohne Risiko ablesen können, und notieren Sie, ob die Scheibe einfach oder doppelt verglast war. Der Eckstempel gibt manchmal Auskunft über die Glasart, wie ESG und VSG: zwei Arten Sicherheitsglas erklärt. Exakt aufgemessen wird später durch die Glaserei.

  3. Den Schaden fotografieren und der Versicherung melden, dazu bei gemieteten Räumen die Hausverwaltung oder den Vermieter einbeziehen. Für beide Meldungen sind Fotos und Notizen die Grundlage. Mehr zum Vorgehen steht im Beitrag Glasschaden dokumentieren. Welche Leistungen daraus folgen, entscheiden die Beteiligten selbst. Besonders praktisch ist ein einziger Ordner, in dem Fotos, Notizen und Nachrichten gemeinsam liegen.

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Ware sichern und die Öffnung schließen

  • Wertvolle Ware gehört nach der Freigabe aus der Auslage hinaus an einen sicheren Ort im Innenraum oder, wenn möglich, aus dem Laden. Tragen Sie dabei feste Schuhe und Handschuhe, denn auf dem Boden liegen kleine Splitter. Dekorationsstücke und Preisschilder lassen sich später neu aufstellen. Auch Papier, Kartons und leicht entzündliche Dekoration sollten nicht direkt an der offenen Fläche liegen.

  • Beleuchtete Vitrinen, Schilder mit Strom oder Steckdosen in Fensternähe sind eine eigene Gefahr. Nehmen Sie Geräte vom Netz, wo das ohne Risiko geht, etwa durch Ziehen des Steckers an trockener Stelle. Ist Wasser im Spiel oder sind Kabel beschädigt, ist eine Elektrofachkraft gefragt, und Sie fassen nichts an.

  • Die offene Fläche wird von der vermittelten Glaserei geschlossen. Sie bringt eine Platte oder Folie an, bis das neue Glas bestellt und eingesetzt ist. Details finden Sie unter Fenster eingeschlagen nach Einbruch. Zur eigenen Abdeckung von innen gelten die üblichen Grenzen: kein Hantieren von außen und kein Aufstieg zu hohen Fenstern.

Das neue Glas und der Weg zurück in den Betrieb

Schaufenster sind große Scheiben mit hohem Gewicht, deshalb wird das Ersatzglas oft eigens angefertigt.

Das benötigt Planung, und nicht alles lässt sich vorher festlegen, weil Lieferweg, Format und Material sich je nach Fall unterscheiden. Wichtig ist, der Glaserei alle Angaben zu geben: Maße, Rahmenart, Art der Verglasung, Beschriftungen auf dem Glas und gegebenenfalls Folien oder Beklebungen.

Für den Weg zurück in den Alltag lohnt der Beitrag Den Laden nach einem Glasschaden wieder öffnen. Dort geht es um Sichtbarkeit, Absperrung und Gäste. Wer sich später gegen einen weiteren Einbruch rüsten will, findet Anhaltspunkte bei den Einbruchspuren am Fenster. Eine saubere Ablage der Unterlagen macht die spätere Abstimmung mit allen Beteiligten einfacher.

Im Laden nach dem Einbruch

Nachgefragt

Darf ich das Schaufenster nach dem Einbruch gleich selbst abdecken?

Erst nachdem die Polizei ihre Arbeit beendet oder zugestimmt hat. Danach kommen Folie, Pappe oder Plane von innen auf den Rahmen, nicht auf die Bruchkante. Außen am Glas arbeiten Sie nicht, und Leitern sind tabu. Fotografieren Sie die Abdeckung anschließend, damit sie später ebenfalls dokumentiert ist, und halten Sie den Zeitpunkt der Freigabe schriftlich fest.

Welche Angaben braucht die Glaserei für das neue Schaufenster?

Hilfreich sind Fotos von Rahmen und Falz, die Art der Verglasung, besondere Beschriftungen und alles, was Sie über das alte Glas wissen. Die Maße nimmt die Glaserei selbst. Eine genaue Beschreibung spart Rückfragen. Auch ein Foto vom Rahmen mit Zollstock als Größenvergleich kann später helfen, die Scheibe richtig einzuordnen und Rückfragen zu vermeiden.

Wer entscheidet, welches Glas eingesetzt wird?

Die Wahl treffen Eigentümer, Betrieb und gegebenenfalls Versicherung gemeinsam, die Glaserei berät zur Bauart. Spreeglaser vermittelt eine Glaserei aus der Region, die Entscheidung über die Glasart bleibt bei den Beteiligten. Wer mehrere Parteien im Haus hat, klärt außerdem mit der Hausverwaltung, wer vom Ersatz noch betroffen sein könnte.

Glas kaputt? Eine Glaserei aus der Region.

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