Vitrinen und Thekenglas
Vitrinen, Kühltheken und Tresenscheiben stehen im Laden nah an Kundschaft und Ware, daher zählt jeder Kratzer und jeder Riss doppelt. Sie erfahren, welche Glasarten dort stecken, worauf bei Beleuchtung und Kälte zu achten ist und wie Sie bei einem Bruch vorgehen, ohne sich oder die Ware zu gefährden.

Welche Gläser in Verkaufsmöbeln stecken
Vitrinen bestehen häufig aus Floatglas oder Verbundglas, das in Metall- oder Holzleisten sitzt. Klarglas bietet viel Durchsicht, Verbundglas hält Stücke an einer Folie. Besonders hochwertige Auslagen setzen auf extraweißes Glas, das ohne grünlichen Schimmer wirkt. Wer das Material kennt, kann bei einem Schaden gezielt nachfragen und Rückfragen vermeiden.
Kühltheken arbeiten mit Isolierglas, oft mit beheizten Scheiben gegen Beschlag. Zwischen den Scheiben liegt Gas oder Luft, die Kälte von der Raumwärme trennt. Beschlägt der Zwischenraum, ist die Dichtung verloren, und die Fläche wirkt trüb, auch wenn Sie die Außenseiten polieren, weil die Feuchtigkeit dann auf der Innenseite des Glases sitzt und nicht abwischbar ist. Das Thema vertieft Beschlagene Scheiben.
Tresenscheiben und Spuckschutz bestehen oft aus Verbundglas oder Kunststoffplatten, die nur von außen wie Glas aussehen. Prüfen Sie, was bei Ihnen verbaut ist, bevor Sie einen Ersatz beschreiben, denn Kunststoff wird anders bestellt und bearbeitet als Glas. Zusammen mit Eckstempeln helfen Beschreibungen des Aufbaus, die Art zu bestimmen. Hintergrund liefert ESG und VSG.
Pflege ohne Kratzer und Schlieren
Vitrinenglas leidet vor allem unter Schmutz, der beim Wischen als Schleifmittel wirkt. Nehmen Sie ein sauberes Mikrofasertuch, wenig Spülmittel und viel Wasser, und wechseln Sie das Tuch, sobald es Körner führt. Nasse Scheiben trocknen Sie mit einer Gummilippe oder einem trockenen Tuch ab, damit keine Rückstände bleiben.
Verzichten Sie auf scharfe Reiniger, Scheuermilch und Klingen. Sie hinterlassen feine Linien, die sich bei der Beleuchtung der Auslage besonders zeigen. Warum das so ist und welche Mittel taugen, steht in Glas reinigen, ohne es zu zerkratzen. Sprühen Sie Reiniger nie direkt in die Kanten, sondern aufs Tuch.
Vorsicht gilt an Dichtungen und Leuchten. Flüssigkeit, die ins Leuchtband oder zwischen Scheibe und Rahmen läuft, löst Kleber oder lässt Kontakte korrodieren. Schalten Sie beleuchtete Möbel vor dem Putzen aus und lassen Sie sie trocknen. Auch Aufkleber und Preisschilder lösen Sie mit warmem Wasser und Geduld statt mit der Klinge.
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Wenn die Scheibe bricht
Trennen Sie beleuchtete Vitrinen und Kühlmöbel vom Strom, wenn Sie den Stecker gefahrlos erreichen, und fassen Sie weder Kabel noch Leuchten an.
Ist unklar, ob Strom anliegt, wartet das Gerät, bis eine Elektrofachkraft prüft. Die Kühlkette ist zweitrangig, wenn Wasser, Glas und Strom zusammenkommen, und die Ware lässt sich notfalls in ein anderes Gerät umlagern, sobald der Bereich gesichert ist.
Fassen Sie keine gesprungene Scheibe an und lösen Sie keine Leisten, um Stücke zu entnehmen. Bricht eine Verbundscheibe, bleibt das Netz oft stehen, trägt aber nichts mehr. Die Glaserei misst den Ausschnitt, bestimmt Glasart und bestellt Ersatz. Mehr zum Ablauf lesen Sie unter Isolierglas austauschen, wenn es um Kühlmöbel geht.
Vorbeugen im Verkaufsalltag
Die meisten Schäden an Thekenglas entstehen durch Stöße von Kisten, Wagen oder Kassenschubladen. Weiche Kantenschutzprofile und Abstand zwischen Glas und Laufweg senken das Risiko. Auch heiße Leuchten unmittelbar am Glas können Spannungen auslösen, wenn nur eine Stelle der Scheibe dauerhaft warm wird. Dazu passt der Beitrag Thermischer Glasbruch.
Legen Sie Ersatzteile fest, die zu Ihrem Möbel gehören, etwa Dichtungen oder Leisten, und halten Sie die Angaben des Herstellers an einem Ort bereit. Notieren Sie Maße und Glasart, soweit Sie sie kennen, auf einem Zettel am Möbel. Messen sollten Sie dabei nur grob, denn die genauen Maße nimmt die Glaserei.
Wo Kundschaft auf Gläser trifft, helfen Hinweise und Markierungen in Augenhöhe. Folien dienen dabei nicht nur dem Sichtschutz, sondern auch als Splitterbinder und als Schutzschicht gegen Ritzer. Das beschreibt Folien auf Glas. Besprechen Sie vor dem Bekleben aber, ob die Scheibe die Folie verträgt, besonders bei beheizten oder beleuchteten Flächen.
Vitrine und Theke im Blick behalten
Nachgefragt
Warum beschlägt die Scheibe meiner Kühltheke von innen?
Bei Isolierglas deutet Beschlag zwischen den Scheiben auf eine undichte Randverbindung hin. Auf der Raumseite ist es dagegen meist Kondenswasser durch Temperaturunterschied. Wischen Sie die Außenseite trocken und beobachten Sie, wo das Wasser sitzt. Die Fachkraft ordnet es anschließend ein.
Kann ich eine Vitrinenscheibe selbst austauschen?
Davon ist abzuraten. Scheiben sind schwer, Kanten scharf, und häufig steckt Elektrik im Möbel. Zudem müssen Leisten, Dichtungen und Glasstärke zusammenpassen. Das Einsetzen übernimmt die Glaserei, Sie sichern in der Zwischenzeit Ware, Strom und Absperrung und halten Kundschaft vom Möbel fern.
Wie unterscheide ich Glas von Acryl in der Theke?
Klopfen Sie leicht mit dem Fingerknöchel an: Glas klingt hell und hart, Kunststoff dumpf. Außerdem kratzt Acryl schneller und wirkt an der Kante leicht gelblich. Fotografieren Sie die Kante, falls Sie unsicher sind, und schildern Sie sie der Glaserei, damit das richtige Material bestellt wird.